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Informationsabend am 20.11.2025 zum Thema Frühkindliche Reflexe und ihr Einfluss auf Lernen und Verhalten – ein Rückblick

    Informationsabend am 20.11.2025 zum Thema Frühkindliche Reflexe und ihr Einfluss auf Lernen und Verhalten – ein Rückblick

    Mit Vorfreude – und auch einer gewissen Aufregung – sah ich meinem Informationsabend entgegen. 25 Anmeldungen, eine schöne Größe, 5 krankheitsbedingte Absagen. Alles im Rahmen. Dann, eine halbe Stunde vor Beginn: Schneetreiben. Oha. Ob überhaupt jemand kommt? Die Sorge war umsonst. Die Teilnehmer: innen kamen (fast) alle, trotzt Schnee und Eis, pünktlich an. Der Raum lud mit seiner gemütlichen Atmosphäre und dem interaktiven Stuhlkreis zum Wohlfühlen ein. Nochmal ein herzliches Dankeschön an den Leiter des Jugendclubs, für die Vorbereitung und Nutzungserlaubnis.

    Nach einer kurzen Vorstellung meiner Person ging es dann auch direkt zum ersten Themenpunkt: „Meilensteine der kindlichen Entwicklung“ und weshalb Bewegung und sinnliches Begreifen gerade in den ersten 6 Lebensjahren elementar für die Entwicklung unsere Kinder ist. „Bewegung ist das Tor des Lernen“ so der „Vater“ der pädagogischen Kinesiologie Paul Dennison.  Die Teilnehmer: innen folgten meinen Ausführungen interessierte und machten motiviert  die einfachen Bewegungsübungen vom Brain Gym Format  nach Paul Dennison mit.

    Im zweiten Teil konnte ich den Teilnehmenden einen Einblick in das Thema „Frühkindliche Reflexe“ geben, insbesondere welche Auswirkungen Restreaktionen frühkindlicher Reflexe auf Lernen, Fein- und Grobmotorik, Konzentration und Verhalten haben können. Ich konnte vermitteln, dass es Möglichkeiten gibt, Restreaktionen frühkindlicher Reflexe – egal in welchem Alter – nachreifen zu lassen. Sally Goddard Blythe beschreibt in ihrem Buch „Greifen und BeGreifen“ sehr anschaulich, welche Auswirkungen Restreaktionen frühkindlicher Reflexe auf Lernen und Verhalten haben können.

    Obwohl sie über eine normale kognitive Begabung verfügen, haben Kinder mit unzureichend integrierten frühkindlichen Reflexen oft nur einen eingeschränkten Zugang zu ihrem Potenzial. Sie fahren gewissermaßen mit angezogener Handbremse durchs Leben und haben häufig Konzentrations-, Lern- und Verhaltensprobleme.

    Es gibt jedoch Möglichkeiten der Reflexintegration, beispielsweise mit Kinesiologie. In meiner Praxis durfte ich schon wunderbare Veränderungen erleben. Plötzlich ging das Lernen leicht, die Hausaufgaben stellten keine Herausforderung mehr dar und die Schule machte Freude statt Angst.

    In der systemischen Kinesiologie betrachte ich das Familiensystem als Ganzes und beziehe die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten in den Veränderungsprozess mit ein. Der Fokus liegt nicht „nur“ auf dem Kind, sondern weitet sich auf die wichtigsten Bezugspersonen – meist Mutter und Vater – aus. Je klarer und stabiler die Eltern sind und je tiefer die Verbundenheit mit ihren Kindern ist, desto stärker sind die Wurzeln der Kinder, um mit den täglichen Herausforderungen des Lebens zurechtzukommen.

    Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für diesen wunderbaren Abend und freue mich auf den nächsten Informationsabend im Jugendclub Corn – voraussichtlich im Februar 2026.